Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Visa und Einreise

Artikel

Hier finden Sie alle Informationen zu Visa und Einreise nach Deutschland

1. Allgemeine Informationen

Lettische Staatsangehörige unterliegen der Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union. Visa für die Einreise nach und den Aufenthalt in Deutschland sind nicht erforderlich. Bei längerfristigem Aufenthalt müssen lettische Staatsangehörige sich bei der zuständigen deutschen Meldebehörde anmelden.

Staatsangehörige aus Nicht-EU-Staaten, die mit einer gültigen Aufenthaltserlaubnis oder einem Visum für den langfristigen Aufenthalt (Kategorie „D“) in Lettland leben, benötigen für Besuchsreisen nach Deutschland von bis zu 90 Tagen im Halbjahr kein Visum.

Wer im Besitz einer lettischen Aufenthaltskarte mit nachfolgenden Bestimmungen ist:

  • „Aufenthaltskarte für Familienangehörige eines Unionsbürgers“ gemäß Art. 10 Abs. 1 der Richtlinie 2004/38/EG: „Savienības pilsoņa ģimenes locekļa uzturēšanās atļauja"(Republic of Latvia residence permit for family members of EU Member States‘ nationals – card)
  • “Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG” gemäß Richtlinie 2003/109/EG: „Eiropas Savienības pastāvīgais iedzīvotājs“

benötigt ebenfalls vor der Einreise eines längeren Aufenthalts von mehr als 90 Tagen pro Halbjahr und/oder für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit kein Visum. Ausländer können unmittelbar nach der Einreise bei der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland vorsprechen und einen Aufenthaltstitel beantragen.

Ausländische Studenten, die bereits in Lettland an einer Hochschule immatrikuliert sind und für maximal 360 Tage an einer deutschen Hochschule studieren möchten, benötigen keinen Aufenthaltstitel, wenn sie über eine vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ausgestellte Bescheinigung über die Berechtigung zur Einreise und zum Aufenthalt zum Zwecke des Studiums im Rahmen der kurzfristigen Mobilität verfügen (Richtlinie 2016/801/EU). Diese Bescheinigung wird auf Antrag der deutschen Hochschule vom BAMF ausgestellt. Bitte kontaktieren Sie Ihre Hochschule für nähere Informationen.

In allen anderen Fällen ist die Beantragung eines Visums vor Einreise notwendig.

2. Visabestimmungen für Lettische Nichtbürger

Mehr

3. Antrag vorbereiten

Sie sollten mit der Vorbereitung Ihres Antrags beginnen, sobald Sie Pläne für Ihren langfristigen Aufenthalt in Deutschland haben. Das gesamte Visumverfahren kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Bereiten Sie Ihren Antrag in folgenden Schritten vor:

- Lesen Sie die bereitgestellten Merkblätter aufmerksam durch

Arbeitsaufnahme Blau Karte EU

Arbeitsaufnahme (nicht Blaue Karte EU)

Arbeitsplatzsuche

Informationen zu ANABIN

Beschäftigung als LKW-Fahrer

Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis

Vander-Elst-Visa

Zusatzangaben zur Erreichbarkeit und Vertretung

Vollmacht

Familienzusammenführung

Nachweis einfacher Deutschkenntnisse beim Nachzug von Ehegatten aus dem Ausland

Studieren in Deutschland

Eröffnung Sperrkonto in Deutschland für Studenten vor der Einreise

Welche Unterlagen bei Visa für sonstige Zwecke (z.B. Nachzug zum minderjährigen Kind, Au Pair, Schulbesuch, Freiwilliges Soziales Jahr, o.ä.) vorzulegen sind, erfragen Sie bitte im Einzelfall per E-Mail an die Adresse: visa@riga.diplo.de

Weitere Informationen können Sie im Visa-Navigator finden.

- Stellen Sie bitte die begleitenden Antragsunterlagen in der im Merkblatt genannten Reihenfolge zusammen. Fehlende Unterlagen oder Nachweise können zur Ablehnung des Antrags führen.

- Füllen Sie bitte das Visum-Antragsformular online aus und bringen Sie zwei Ausdrucke zu Ihrem Termin mit. Bei technischen Problemen können Sie das Antragsformular händisch in deutscher  oder englischer  Sprache ausfüllen.

- Für die Beantragung eines Visums benötigen Sie einen Termin, welchen Sie hier    buchen können. Zur Vorsprache in der Visastelle bringen Sie bitte einen Ausdruck der Buchungsbestätigung mit.

4. Vereinbahren Sie einen Termin

Ihren Termin können Sie hier  vereinbaren. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass keine früheren Termine als die hier angezeigten (auch nicht per Mail oder Telefax/Telefon) vereinbart werden können. Es werden regelmäßig neue Termine freigeschaltet und stornierte Termine wieder zur Buchung zur Verfügung gestellt.

5. Antrag stellen

Um Ihren Antrag zu stellen, erscheinen Sie bitte persönlich und pünktlich zu Ihrem vereinbarten Termin bei der Deutschen Botschaft. Dort werden Ihre vollständigen Antragsunterlagen sowie die Gebühr entgegengenommen, wir stellen Ihnen Fragen zur geplanten Reise und erfassen Ihr Foto und Ihre Fingerabdrücke.

Bei Minderjährigen ist die Vorsprache beider Elternteile oder Sorgeberechtigten, gemeinsam mit dem minderjährigen Kind, zur Antragstellung notwendig. Der Antrag muss von allen Sorgeberechtigten unterschrieben werden.

6. Während der Bearbeitung

Die Botschaft prüft und entscheidet über Ihren Antrag. Dazu prüft sie, ob Ihr Antrag den rechtlichen Voraussetzungen genügt. Für diese Prüfung ist abhängig vom Reisezweck eine Bearbeitungsdauer von bis zu mehreren Monaten möglich.

Bitte haben Sie Verständnis, dass Fragen nach dem Bearbeitungsstand während der Bearbeitungszeit nur bei Angabe der Vorgangsnummer beantwortet werden können. Zudem werden nur Anfragen des Antragstellers selbst, seines gesetzlichen Vertreters oder eines schriftlich Bevollmächtigten beantwortet. Sachstandsanfragen beschleunigen das Visumverfahren nicht.

7. Nach der Entscheidung Ihres Antrags

Sobald die Auslandsvertretung über Ihren Antrag entschieden hat, wird sie sich mit Ihnen Zwecks der Abholung des Visums in Verbindung setzen. Bitte bringen Sie bei der Vorsprache Ihren Reisepass mit.

8. Gute Reise! Hinweise für Visuminhaber

Wenn alle Angaben auf Ihrem Visumetikett korrekt sind, steht Ihrer Reise nichts mehr im Weg. Bitte prüfen Sie dies, sobald Sie Ihren Pass wieder in den Händen halten. Fehler sollten Sie uns bitte sofort mitteilen, damit wir Ihnen ein neues Visum ausstellen können.

Ihr Visum weist Ihren vollständigen Namen, Ihre Passnummer und Ihr Foto aus. Angegeben ist die Anzahl der Aufenthaltstage und die Gültigkeitsdauer des Visums, also die Zeit, die Sie bis zum Erhalt Ihres inländischen Aufenthaltstitels haben.

Vergessen Sie daher nicht, sich direkt nach Einreise in Deutschland beim Einwohnermeldeamt anzumelden und einen Termin bei der Ausländerbehörde zu vereinbaren. Mit dem Einreisevisum können Sie innerhalb des Schengen-Raums reisen.

Weitere Informationen zur Meldepflicht finden Sie hier

9. Ablehnung eines Visumsantrags

Falls Ihr Visumantrag abgelehnt wurde, kann das verschiedene Gründe haben. Wir nennen Ihnen diese Gründe in einem Ablehnungsbescheid.

Aus Datenschutzgründen dürfen die Gründe für die Ablehnung nur Ihnen selbst und nicht anderen Personen - wie zum Beispiel dem Einlader – mitgeteilt werden.

Wenn Sie der Ablehnung widersprechen möchten, können Sie dies innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der ablehnenden Entscheidung bei der jeweiligen Auslandsvertretung tun (sog. Remonstration). Wenn eine andere Person für Sie remonstrieren soll, müssen Sie ihr eine Vollmacht ausstellen. Die Remonstration muss schriftlich, per Fax oder als unterschriebene Anlage per E-Mail erfolgen. Wird der Visumsantrag nach Remonstration und nochmaliger Überprüfung durch die Auslandsvertretung erneut abgelehnt, werden Ihnen die Gründe für die Ablehnung in einem Remonstrationsbescheid noch einmal schriftlich detaillierter mitgeteilt. Gegen den Remonstrationsbescheid kann Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin erhoben werden.

10. Welche Informationen muss das Remonstrationsschreiben enthalten?

  1. Bitte geben Sie in Ihrem Schreiben immer die Bearbeitungsnummer (die letzten 6 Ziffern des im Ablehnungsbescheid  angegebenen Geschäftszeichens) an.
  2. Ebenfalls geben Sie bitte sämtliche Kontaktdaten an, unter denen Sie für Rückfragen erreichbar sind (Telefonnummer einschließlich Ortsvorwahl, Mobiltelefonnummer, Fax-Nummer, E-Mail-Adresse, vollständige Postadresse)
  3. In Ihrer Remonstration können Sie (noch einmal) darlegen, zu welchem Zweck Sie ein Visum beantragen und zusätzliche Unterlagen einreichen.
  4. Um Umunnötige Mehrarbeit zu vermeiden,

  - senden Sie Ihre Remonstration bitte nur einmal an die Visastelle
  - übersenden Sie bitte keine Unterlagen, die Sie bei der Visabeantragung bereits abgegeben haben
  - warten Sie bitte auf den Anruf bzw. das Schreiben der  Auslandsvertretung

Für das Remonstrationsverfahren kann zwar die Hilfe von Rechtsanwälten oder anderen Personen in Anspruch genommen werden, dies ist aber nicht zwingend notwendig.

Sie können auch nach einer Ablehnung jeder Zeit einen neuen Antrag mit vollständigen, aussagekräftigen und überprüfbaren Unterlagen stellen.

11. Häufige Fragen zum Thema Visum

Gut möglich, dass Ihre Frage hier bereits beantwortet wird. Bitte schauen Sie sich daher diese Fragen genau an, bevor Sie sich persönlich an die Auslandsvertretung wenden. Vielen Dank!


nach oben