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Nationale Visa

Artikel

Für langfristigen Aufenthalt (über 90 Tage).

Das Nationale Visum ist das Einreisevisum für einen langfristigen Aufenthalt zu einem bestimmten Reisezweck. Es wird in der Regel für 90 Tage, in bestimmten Fällen bis zu einem Jahr erteilt. Nach Einreise ist in der Regel ein inländischer Aufenthaltstitel zu beantragen.     

Antrag vorbereiten

Pässe mit verschiedenen Visa
Visa © Colourbox

Sie sollten mit der Vorbereitung Ihres Antrags beginnen, sobald Sie Pläne für Ihren langfristigen Aufenthalt in Deutschland haben. Das gesamte Visumverfahren kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Bereiten Sie Ihren Antrag in folgenden zwei Schritten vor:

Antrag stellen

Um Ihren Antrag zu stellen, erscheinen Sie bitte persönlich bei der deutschen Auslandsvertretung. Die Auslandsvertretung nimmt Ihre vollständigen Antragsunterlagen sowie die Gebühr entgegen, stellt Ihnen Fragen zur geplanten Reise und erfasst Ihr Foto und Ihre Fingerabdrücke.

Während der Bearbeitung

Die deutsche Auslandsvertretung prüft und entscheidet über Ihren Antrag. Dazu prüft sie, ob Ihr Antrag den rechtlichen Voraussetzungen genügt. Für diese Prüfung ist abhängig vom Reisezweck eine Bearbeitungsdauer von bis zu mehreren Monaten möglich. Sobald über den Antrag entschieden ist, werden Sie von der deutschen Auslandsvertretung kontaktiert. Bitte haben Sie Verständnis, dass Fragen nach dem Bearbeitungsstand während der Bearbeitungszeit grundsätzlich nicht beantwortet werden. Danach gilt: Es werden nur Anfragen des Antragstellers selbst, seines gesetzlichen Vertreters oder eines schriftlich Bevollmächtigten beantwortet.

Nach der Entscheidung Ihres Antrags

Sobald die Auslandsvertretung über Ihren Antrag entschieden hat, wird sie sich mit Ihnen Zwecks der Abholung des Visums in Verbindung setzen. Bitte bringen Sie bei der Vorsprache Ihren Reisepass mit.

Gute Reise! Hinweise für Visuminhaber

Wenn alle Angaben auf Ihrem Visumetikett korrekt sind, steht Ihrer Reise nichts mehr im Weg. Bitte prüfen Sie dies, sobald Sie Ihren Pass wieder in den Händen halten. Fehler sollten Sie uns bitte sofort mitteilen, damit wir Ihnen ein neues Visum ausstellen können.

Ihr Visum weist Ihren vollständigen Namen, Ihre Passnummer und Ihr Foto aus. Angegeben ist die Anzahl der Aufenthaltstage und die Gültigkeitsdauer des Visums, also die Zeit, die Sie bis zum Erhalt Ihres inländischen Aufenthaltstitels haben.

Vergessen Sie daher nicht, sich direkt nach Einreise in Deutschland beim Einwohnermeldeamt anzumelden und einen Termin bei der Ausländerbehörde zu vereinbaren. Mit dem Einreisevisum können Sie innerhalb des Schengen-Raums reisen.

Ablehnung eines Visumsantrags

Falls Ihr Visumantrag abgelehnt wurde, kann das verschiedene Gründe haben. Wir nennen Ihnen diese Gründe in einem Ablehnungsbescheid.

Aus Datenschutzgründen dürfen die Gründe für die Ablehnung nur Ihnen selbst und nicht anderen Personen - wie zum Beispiel dem Einlader – mitgeteilt werden.

Wenn Sie der Ablehnung widersprechen möchten, können Sie dies innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der ablehnenden Entscheidung bei der jeweiligen Auslandsvertretung tun (sog. Remonstration). Wenn eine andere Person für Sie remonstrieren soll, müssen Sie ihr eine Vollmacht ausstellen. Die Remonstration muss schriftlich, per Fax oder als unterschriebene Anlage per E-Mail erfolgen. Wird der Visumsantrag nach Remonstration und nochmaliger Überprüfung durch die Auslandsvertretung erneut abgelehnt, werden Ihnen die Gründe für die Ablehnung in einem Remonstrationsbescheid noch einmal schriftlich detaillierter mitgeteilt. Gegen den Remonstrationsbescheid kann Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin erhoben werden.

Welche Informationen muss das Remonstrationsschreiben enthalten?

  1. Bitte geben Sie in Ihrem Schreiben immer die Bearbeitungsnummer (die letzten 6 Ziffern des im Ablehnungsbescheid  angegebenen Geschäftszeichens) an.
  2. Ebenfalls geben Sie bitte sämtliche Kontaktdaten an, unter denen Sie für Rückfragen erreichbar sind (Telefonnummer einschließlich Ortsvorwahl, Mobiltelefonnummer, Fax-Nummer, E-Mail-Adresse, vollständige Postadresse)
  3. In Ihrer Remonstration können Sie (noch einmal) darlegen, zu welchem Zweck Sie ein Visum beantragen und zusätzliche Unterlagen einreichen.
  4. Um Umunnötige Mehrarbeit zu vermeiden,

  - senden Sie Ihre Remonstration bitte nur einmal an die Visastelle
  - übersenden Sie bitte keine Unterlagen, die Sie bei der Visabeantragung bereits abgegeben haben
  - warten Sie bitte auf den Anruf bzw. das Schreiben der  Auslandsvertretung

Für das Remonstrationsverfahren kann zwar die Hilfe von Rechtsanwälten oder anderen Personen in Anspruch genommen werden, dies ist aber nicht zwingend notwendig.

Sie können auch nach einer Ablehnung jeder Zeit einen neuen Antrag mit vollständigen, aussagekräftigen und überprüfbaren Unterlagen stellen.


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