Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Projektarbeit der Botschaft

Der Minister für auswärtige Angelegenheiten der Republik Lettland, Edgars Rinkēvičs, und der damalige Bundesminister des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank Walter Steinmeier, sind am 17. April 2015 in Riga zusammengekommen

Der Minister für auswärtige Angelegenheiten der Republik Lettland, Edgars Rinkēvičs, und der damalige Bundesminister des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank Walter Steinmeier, sind am 17. April 2015 in Riga zusammengekommen, © Lettisches Außenministerium

Artikel

Engagement im Kulturbereich und in der Zivilgesellschaft, insbesondere im Rahmen der Gemeinsamen Erklärung der Außenminister.

Der Minister für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Lettland, Edgars Rinkēvičs, und der damalige Bundesminister des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier, haben am 17. April 2015 im Rahmen eines Treffens ihre Absicht zur Stärkung der bilateralen Beziehungen und Zusammenarbeit in EU-Fragen bekundet und in einer Gemeinsamen Erklärung festgehalten. Die Schwerpunkte der Gemeinsamen Erklärung liegen in den Bereichen Medien, Kultur, Bildung, berufliche Bildung und persönliche Kontakte.

Hier können Sie die Gemeinsame Erklärung Deutschland - Lettland
herunterladen.

Projekte der Botschaft

2017

Ständige Vertreterin Manja Kliese unterschreibt den Vertrag mit der Deutsch-Baltischen Handelskammer in Lettland, Estland, Litauen für ein weiterführendes Berufsbildungsprojekt in der Daugavpils.
Ständige Vertreterin Manja Kliese unterschreibt den Vertrag mit der Deutsch-Baltischen Handelskammer in Lettland, Estland, Litauen für ein weiterführendes Berufsbildungsprojekt in der Daugavpils.© Deutsche Botschaft Riga

Um Kooperation zwischen Betrieben und Berufsschulen zu fördern hat die AHK zwei Workshops für lettische Ausbilder und Praktikumsleiter der Berufsschulen organisiert, wie auch mehrere Projekte in der Region Latgale gestartet.

Das Auswärtige Amt unterstützt im Jahr 2017 die Deutsch–Baltische Handelskammer bei ihrem Vorhaben, Jugendlichen in Daugavpils eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit von Betrieben und Bildungseinrichtungen soll den Auszubildenden fachliches Knowhow vermitteln und gleichzeitig die praktische Anwendung dieses Wissens fördern.

Die finanzielle Unterstützung dieses Projekts ist Teil der Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung des Außenministers Edgars Rinkēvičs und des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier vom 17. April 2015. Darin hatten Lettland und Deutschland ihre Absicht zur weiteren Verstärkung der bilateralen Beziehungen bekundet. Dies beinhaltet unter anderem den Bereich der Bildung, wobei ein konkretes Ziel die Förderung von Berufsbildungsprojekten ist.

Die Deutsch-Baltische Handelskammer in Estland, Lettland, Litauen (AHK Baltische Staaten) ist der erste Ansprechpartner deutscher Unternehmen in den baltischen Ländern. Die AHK verfügt über fundierte Kenntnisse zu den Märkten des Baltikums und bietet mit ihren mehr als 430 Mitgliedsunternehmen herausragende Netzwerkmöglichkeiten. Sie ist eine Plattform für direkte Unternehmenskontakte und ermöglicht Unternehmen umfassende Informationen sowie vielseitige Dienstleistungen. Daneben vertritt die AHK aktiv die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen gegenüber Regierungen und Behörden.

Herr Andris Vilks und Botschafter Rolf Schütte freuen sich auf die Umsetzung der beiden Projekte.
Herr Andris Vilks und Botschafter Rolf Schütte freuen sich auf die Umsetzung der beiden Projekte.© Deutsche Botschaft Riga

Die Nationalbibliothek Lettlands publiziert im Rahmen des Projektes „Aufbau der politischen Bildung in Lettland“ zwei Bücher, die aus der Schriftenreihe der „Bundeszentrale für politische Bildung“ (BpB) stammen und ins Lettische übersetzt wurden. Die beiden Bücher sind den Themen „Demokratie“ und „Flucht historisch“ gewidmet, also auch aktuellen Themen, die Deutschland, Lettland und andere europäische Länder gleichermaßen betreffen. Das Projekt wird auf der Grundlage der Gemeinsamen Erklärung des Außenministers Edgars Rinkēvičs und des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier vom 17. April 2015 realisiert. In dieser hatten Lettland und Deutschland ihre Absicht bekundet, die bilateralen Beziehungen weiter zu verstärken, u.a. durch die Stärkung der Zivilgesellschaft.

Das zweite Projekt, das durch das Auswärtige Amt unterstützt wird, wird im Rahmen der Ausstellung „Der Sturmwind der Reformation – Luther 1517“ durchgeführt, die anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation von November 2017 bis Januar 2018 in der Nationalbibliothek Lettlands gezeigt wird. Hier geht es um die Anschaffung und Nutzung audiovisueller Medien für die Ausstellung.

Am 16. Juni 2017 trafen sich Botschafter Rolf Schütte und der Direktor der Nationalbibliothek, Herr Andris Vilks, in der Deutschen Botschaft, um die Kooperationsverträge für die Herr Andris Vilks und Botschafter Rolf Schütte freuen sich auf die Umsetzung der beiden Projekte.

Rita Ruduša, Geschäftsführerin des Baltic Centre for Media Excellence und Manja Kliese, Ständige Vertreterin der Deutschen Botschaft in Lettland.
Rita Ruduša, Geschäftsführerin des Baltic Centre for Media Excellence und Manja Kliese, Ständige Vertreterin der Deutschen Botschaft in Lettland.© Deutsche Botschaft Riga

BCME – Das Baltic Centre for Media Excellence ist eine NGO, deren Ziel die Förderung von Journalistenfortbildungen und professionellem Dialog über Medienthemen in den baltischen Staaten und darüber hinaus ist.

Am 16.06.2017 unterschrieben hierfür die Ständige Vertreterin der Deutschen Botschaft Riga Frau Manja Kliese und Frau Rita Ruduša, Geschäftsführerin des Baltic Centre for Media Excellence (BCME), den neuen Kooperationsvertrag.

Auch in diesem Jahr wird das BCME die erfolgreiche Aus- und Weiterbildung von Journalisten in Lettland und Estland durch ein vielfältiges Seminarangebot unterstützen.

Das BCME hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, die Ausbildung von Journalisten in den baltischen Staaten zu fördern. Dafür werden zum Beispiel mehrmonatige Veranstaltungen zu Themen wie Medienethik, Wahlberichterstattung, Interviewfähigkeiten oder fact-checking unter Teilnahme internationaler Seminarleiter angeboten. Insbesondere wird auch der regionale Journalismus gefördert.

Die Förderung der Fortbildungsangebote des Baltic Centre for Media Excellence erfolgt auf der Grundlage der Gemeinsamen Erklärung des Außenministers Edgars Rinkēvičs und des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier vom 17. April 2015.

Darin hatten Lettland und Deutschland unter anderem ihre Absicht bekundet, unabhängige, objektive und professionelle Medien zu stärken. Dazu sollen konkret Ausbildungsprogramme für Medienschaffende zur Erlangung notwendiger Fertigkeiten unterstützt werden.

Das BCME ist eine NRO, die im November 2015 gegründet wurde und sich das Ziel gesetzt hat, als Clearinghouse für Journalistenfortbildungen zu dienen und einen professionellen Dialog über Medienthemen in den baltischen Staaten und darüber hinaus zu fördern. Die Gründungsmitglieder sind öffentlich-rechtliche Medienanstalten und Journalistenverbände aus allen drei baltischen Staaten sowie Universitäten in Lettland und Estland, an denen medienrelevante Studiengänge angeboten werden.

Die DELNA-Sommerschule ist eine durch das „Transparency International“-Büro Lettland organisierte Sommerschule, deren Ziel die Vermittlung praktischen Wissens im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Korruption ist.

Die Sommerschule von Transparency International Lettland („Delna“) lädt engagierte und wissbegierige Jugendliche, um ihre Kompetenzen in den Bereichen Korruptionserkennung, Einfluss der Korruption auf die nationale Sicherheit, Geldwäsche, Lobbyismus, kritisches Denken und bürgerschaftliches Engagement zu erweitern.

Ständige Vertreterin begrüßt die Teilnehmer des Sommercamps.
Ständige Vertreterin begrüßt die Teilnehmer des Sommercamps.© Deutsche Botschaft Riga

Das Auswärtige Amt unterstützt diese Sommerschule zu „Transparenz und Anti-Korruption“ als Hauptförderer. Am 1. Juli besuchte daher die Ständige Vertreterin der Botschaft, Frau Manja Kliese, das Sommercamp, um die Jugendlichen kennnenzulernen und dem Vortrag von Herrn Peter Conze (Transparency International Germany) beizuwohnen.

Mehr als 20 motivierte und politisch interessierte Jugendliche im Alter von 18 bis 25 Jahre aus ganz Lettland nahmen an der Sommerschule teil. Dort wurde ihnen praktisches Wissen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Korruption durch Gastvorträge und Seminare vermittelt. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten gezeigt, wie man sich selbst aktiv an der Korruptionsbekämpfung beteiligen kann. Unter den Vortragenden der Sommerschule waren prominente Sondergäste wie z.B. der ehemalige Justizminister Jānis Bordāns, die Leiterin der Zentrums fürinvestigativen Journalismus „Re:Baltica“ Sanita Jemberga und die Politologin Iveta Kažoka. Den Abschluss der Sommerschule bildete die gemeinsame Teilnahme am Diskussionsfestival LAMPA in Cēsis vom 30. Juni bis 1. Juli.

Die Förderung der Sommerschule erfolgt auf der Grundlage der Gemeinsamen Erklärung des Außenministers Edgars Rinkēvičs und des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier vom 17. April 2015. Darin hatten Lettland und Deutschland unter anderem ihre Absicht bekundet, die lettische Zivilgesellschaft zu stärken.

"Sabiedrība par atklātību - DELNA " ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Ziel die Förderung einer demokratischen Gesellschaft, der Informationsfreiheit und des Kampfes gegen die Korruption ist. 1998 wurde DELNA als das Büro der internationalen Anti-Korruptions Organisation "Transparency International" in Lettland eingerichtet.

Die Teilnehmer der European Leader Academy zusammen mit Herrn Andris Gobiņš, Frau Liene Valdmane und Herrn Christoph Klarmann.
Die Teilnehmer der European Leader Academy zusammen mit Herrn Andris Gobiņš, Frau Liene Valdmane und Herrn Christoph Klarmann.© Deutsche Botschaft Riga

Wie kann ich selbst etwas an meiner Schule, in meinem Land und in Europa verändern? Welche Rolle habe ich? Schülerinnen und Schüler aus der Region Lettgallen (Latgale) hatten die Möglichkeit, diese Fragen im Rahmen der „European Leader Academy“ für sich zu beantworten.
Das Auswärtige Amt unterstützt das vom European Movement Latvia initiierte Seminar, das vom 24. bis 27. Mai 2017 in Aglona stattfand. Hier konnten sich die Jugendlichen in lockerer Atmosphäre vier Tage lang auf ihre persönlichen Stärken und Schwächen konzentrieren und herausfinden, wie sie diese bestmöglich einsetzen, um aktiv etwas in der Gesellschaft verändern zu können. Herr Andris Gobiņš, Präsident der Europäischen Bewegung in Lettland, und Frau Liene Valdmane, Generalsekretärin, gestalteten ein abwechslungsreiches Programm für die Teilnehmer. Neben theoretischen Einheiten wurden viele Kenntnisse spielerisch vermittelt.

Christoph Klarmann, der ehemalige Leiter der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft Riga, besuchte die Teilnehmer zur Eröffnung des Seminares und berichtete selbst über seinen Lebensweg und seine Karriere. Er stellte ausführlich dar, dass es sich lohnt, die von der EU gebotenen Chancen zu ergreifen und sich zu engagieren, um den eigenen Lebensweg positiv zu gestalten.

Die finanzielle Unterstützung dieses Projekts ist Teil der Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung  des Außenministers Edgars Rinkēvičs und des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeiervom 17. April 2015. Darin hatten Lettland und Deutschland ihre Absicht zur weiteren Stärkung der bilateralen Beziehungen, vor allem im Bereich der Zivilgesellschaft, bekundet.

European Movement – Latvia (ELM) ist eine der größten und einflussreichsten politischen NGOs in Lettland. ELM möchte die lettischen Interessen stärker in die EU einbringen, die Kooperation mit anderen Ländern verbessern und das europäische Bewusstsein in Lettland ausbauen. Auch unterstützt ELM die Zivilgesellschaft, an Entscheidungsprozessen in Lettland und in Europa aktiv mitzuwirken.

Ständige Vertreterin Manja Kliese und Vorstandsvorsitzende von Sadarbības platforma Lauma Celma haben den Kooperationvertrag unterschrieben.
Ständige Vertreterin Manja Kliese und Vorstandsvorsitzende von "Sadarbības platforma" Lauma Celma haben den Kooperationvertrag unterschrieben. © Deutsche Botschaft Riga

Das „Sommercamp der Kulturbotschafter Lettlands 2017“ bringt Vertreter von insgesamt 25 Nichtregierungsorganisationen zusammen, die unterschiedliche in Lettland ansässige Minderheiten repräsentieren. Im Rahmen des vom Auswärtigen Amt unterstützten Sommercamps haben sie die Möglichkeit, ihre Kenntnisse des lettischen Kulturerbes zu vertiefen und das Zusammenwirken der Kulturen innerhalb Lettlands zu stärken.

Die „Lettischen Kulturbotschafter“ sind eine Bewegung, an der sich über 100 Vertreter verschiedener Nationalitäten beteiligen. Sie helfen ihren Gemeinden, lokale und nationale Kultur als Bestandteil ihres Wesens zu begreifen und das Bewusstsein für eine gemeinsame lettische Kultur zu stärken. So fördern die „Kulturbotschafter“ das Verständnis für eine offene kulturelle Identität und engagieren sich für eine integrierte Gesellschaft. Mehr

Die finanzielle Unterstützung dieses Projekts ist Teil der Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung des Außenministers Edgars Rinkēvičs und des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier vom 17. April 2015. Darin hatten Lettland und Deutschland ihre Absicht zur weiteren Stärkung der bilateralen Beziehungen, vor allem im Bereich der Zivilgesellschaft, bekundet.



Der neue Kulturreferent Dr. Thomas Schöps besuchte am 8. August 2017 die malerische Stadt Kuldiga. Dort traf er sich mit der Leiterin der Kulturabteilung des Stadtrates Kuldiga, Frau Dace Reinkopa, um sich über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Bereich Kultur in Kuldiga auszutauschen und die wichtigsten Kulturinstitutionen der Stadt Kuldiga kennenzulernen.

Auf dem Hügel zusammen mit 50 jungen „Mediensharks“.
Auf dem Hügel zusammen mit 50 jungen „Mediensharks“.© Deutsche Botschaft Riga

Anschließend führte der Weg Herrn Dr. Schöps in das nur 6 km von Kuldiga entfernte Pelči. Dort nahm Herr Dr. Schöps an der Eröffnung des diesjährigen Mediensommercamps “Young Media Sharks“ teil.

Das Jugendsommercamp Young Media Sharks wird bereits zum fünften Mal durch die Jugendorganisation Avantis veranstaltet. Es bietet mehr als 50 Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren aus Lettland und Litauen die Möglichkeit, im Rahmen von Workshops und Seminaren Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich Medien und Journalismus zu erwerben. Das Projekt wird finanziell zum zweiten Mal durch das Auswärtige Amt unterstützt.

Die Fortentwicklung von Medienkompetenz und die Förderung von kritischem Denken ist Teil der Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung des Außenministers Edgars Rinkēvičs und des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier vom 17. April 2015. Darin hatten Lettland und Deutschland ihre Absicht zur weiteren Stärkung der bilateralen Beziehungen insbesondere in den Bereichen Medien, Kultur und Bildung festgehalten.


Young Media Sharks



2016

Foto Rita Ruduša, Geschäftsführerin des Baltic Centre for Media Excellence und Christoph Klarmann, Leiter der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft in Lettland
Rita Ruduša, Geschäftsführerin des Baltic Centre for Media Excellence und Christoph Klarmann, Leiter der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft in Lettland© Deutsche Botschaft Riga

Das Baltic Centre for Media Excellence hat im Jahr 2016 Schulungen für Journalisten in Lettland und Estland durchgeführt. Dazu haben unter anderem Experten der Deutsche Welle Akademie beigetragen. Diese Seminare wurden finanziell vom Auswärtigen Amt unterstützt. Dazu trafen sich am 10. Mai 2016 Frau Rita Ruduša, Geschäftsführerin des Baltic Centre for Media Excellence (BCME), und Herr Christoph Klarmann, der ehemalige Leiter der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft in Lettland, um den Kooperationsvertrag zu unterschreiben.

Das BCME hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, die Ausbildung von Journalisten in den baltischen Staaten zu fördern.  Mit bedarfsorientierten Trainingsmodulen und medienorientierten Fachgesprächen sollen die Kompetenzen von Journalisten in den drei baltischen Staaten gestärkt werden.

Die Förderung der Fortbildungsangebote des Baltic Centre for Media Excellence erfolgte auf der Grundlage der Gemeinsamen Erklärung des Außenministers Edgars Rinkēvičs und des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier vom 17. April 2015. Darin hatten Lettland und Deutschland unter anderem ihre Absicht bekundet, unabhängige, objektive und professionelle Medien zu stärken. Dazu sollen konkret Ausbildungsprogramme für Medienschaffende zur Erlangung notwendiger Fertigkeiten unterstützt werden.

Das BCME ist eine NRO, die im November 2015 gegründet wurde und sich das Ziel gesetzt hat, als Clearinghouse für Journalistenfortbildungen zu dienen und einen professionellen Dialog über Medienthemen in den baltischen Staaten und darüber hinaus zu fördern. Die Gründungsmitglieder sind öffentlich-rechtliche Medienanstalten und Journalistenverbände aus allen drei baltischen Staaten sowie Universitäten in Lettland und Estland, an denen medienrelevante Studiengänge angeboten werden.

Baltic Centre for Media Excellence

    

Sommerschule der Transparency International Lettland DELNA
Sommerschule der Transparency International Lettland DELNA© Deutsche Botschaft Riga

Die Deutsche Botschaft Riga hat im Sommer 2016 die Sommerschule „Transparenz  und Anti-Korruption“ des Transparency International Büros in Lettland „Sabiedrība par atklātību - DELNA” gefördert. Am 30. Juni besuchte Sabine Nortone, Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft Riga, das Sommercamp.

20 motivierte und politisch interessierte Jugendliche im Alter von 18 bis 25 Jahre aus ganz Lettland nahmen an der Sommerschule teil. Dort wurde ihnen praktisches Wissen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Korruption durch Gastvorträge und Seminare vermittelt. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten gezeigt, wie man sich selbst aktiv an der Korruptionsbekämpfung beteiligen kann. Die Veranstaltungen konzentrierten sich auf Themen wie Whistleblowing, Good Governance und bürgerschaftliches Engagement. Unter den Vortragenden der Sommerschule waren prominente Sondergäste wie die Vorsitzende des Europaausschusses der Saeima, Lolita Čigāne, der ehemalige Präsident der Republik Lettland (2007-2011), Valdis Zatlers, der Politologe Ivars Ījabs und viele andere. Den Abschluss der Sommerschule bildete die gemeinsame Teilnahme am Festival der Gespräche und Diskussionen LAMPA in Cēsis vom 1. bis 2. Juli.

Die Förderung der Sommerschule erfolgt auf der Grundlage der Gemeinsamen Erklärung  des Außenministers Edgars Rinkēvičs und  des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier vom 17. April 2015. Darin hatten Lettland und Deutschland unter anderem ihre Absicht bekundet, die lettische Zivilgesellschaft zu stärken. Dies beinhaltet unter anderem die Förderung der Arbeit zugunsten politischer Bildung und Integration in Lettland, auch durch Erfahrungsaustausch.

"Sabiedrība par atklātību - DELNA " ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Ziel die Förderung einer demokratischen Gesellschaft, der Informationsfreiheit und des Kampfes gegen die Korruption ist. 1998 wurde DELNA als das Büro der internationalen Anti-Korruptions  Organisation "Transparency International" in Lettland eingerichtet.

    

Botschafter Rolf Schütte eröffnete Kulturfestival
Botschafter Rolf Schütte eröffnete Kulturfestival© Deutsche Botschaft Riga

An den drei Tagen vom 1. bis zum 3. Juli 2016 gab es in der Stadt Daugavpils und ihrer Umgebung viel zu entdecken. Denn dort fand zum ersten Mal in Lettland ein Festival der Minderheitenkulturen des Landes statt. Das Festival wurde von der Nichtregierungsorganisation Dienvidlatgales NVO atbalsta centrs organisiert. Finanziert wurde das Festival gemeinsam von dem Lettischen Kulturministerium und dem Auswärtigen Amt.

Das Festival, das in diesem Format einmalig in Lettland war, bot dabei für jeden etwas: Es gab zahlreiche Konzerte, einige davon sogar in den Straßenbahnen von Daugavpils. Die jeweiligen Kulturzentren der Minderheiten öffneten an den drei Tagen für alle Besucher ihre Türen und stellten sich vor. Darüber hinaus gab es verschiedene Workshops für traditionelle Handwerke und zahlreiche andere Seminare. Außerdem wurde ein Jugendforum eingerichtet, um auch die jüngeren Besucher anzusprechen. Höhepunkt war eine feierliche Parade durch die Stadt.

Das European Centre for Minority Issues (ECMI) aus Flensburg hatte ebenfalls an dem Festival teilgenommen. Es wurden in Daugavpils Seminare durchgeführt, die sich einerseits an Nichtregierungsorganisationen und andererseits an Jugendlich richteten. Das ECMI beschäftigt sich mit der Verbesserung der Situation von Minderheiten, macht auf die Rechte der Minderheiten aufmerksam und bietet grundsätzlich Informationen rund um das Thema Minderheiten an.

Die Förderung des Minderheitenkulturfestivals erfolgte auf der Grundlage der Gemeinsamen Erklärung des Außenministers Edgars Rinkēvičs und des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier vom 17. April 2015. Darin hatten Lettland und Deutschland unter anderem ihre Absicht bekundet, die Zivilgesellschaft zu stärken. Dies beinhaltet unter anderem die Förderung der Bemühungen um Integration und insbesondere der Arbeit mit Jugendlichen über Sprachgrenzen hinweg.

Mehr Informationen zum Thema:

Dienvidlatgales NVO atbalsta centrs 

European Centre for Minority Issues 


Young Media Sharks Sommercamp
Young Media Sharks Sommercamp© Avantis

Die Young Media Sharks waren im Sommer 2106 in Pelči, in der Region Kuldīga. Dort hatten sie vom 16. bis zum 21. August 2016 eine Woche lang in einem von der Jugendorganisation Avantis organisierten Jugendmediencamp spannendes über Medien und Journalismus gelernt. Nach dem Sommercamp konnten die Jugendlichen ihre neuerlernten Fertigkeiten durch die Mitarbeit beim Jugendmagazin „Izvēlies“ weiter unter Beweis stellen. Diese beiden Projekte wurden finanziell durch das Auswärtige Amt unterstützt. Den Vertrag über diese Zusammenarbeit unterzeichneten am 20. Mai 2016 Ilona Bičevska, die künstlerische Leiter in der Jugendorganisation „Avantis“, und Christoph Klarmann, der ehemalige Leiter der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft Riga.

Diese Zusammenarbeit ist Teil der Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung des Außenministers Edgars Rinkēvičs und des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier vom 17. April 2015. Darin hatten Lettland und Deutschland ihre Absicht zur weiteren Verstärkung der bilateralen Beziehungen insbesondere im Bereich der Medien, Kultur und Bildung festgehalten. Eines der konkreten Ziele der gemeinsamen Erklärung ist die Förderung von Medienkompetenz und kritischem Denken.

Die NRO „Avantis“ ist seit 2002 im Bereich Jugendarbeit in Lettland tätig. Im Jahr 2016 wurde das Jugendsommercamp Young Media Sharks bereits zum vierten Mal organisiert. Das Sommercamp bot für Jugendliche aus Lettland, Litauen, Estland, Belarus und Deutschland die Möglichkeit, Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich Medien und Journalismus zu erlernen. Das Sommercamp bot praktische Workshops, Seminare und Diskussionen mit international anerkannten Medienexperten, um besonders die Medienkompetenz weiterzuentwickeln.

2015

Der TechnoBus ist ein speziell ausgestatteter Bus, der es Schülern ermöglichen soll, durch technische Experimente und Vorführungen einen Einblick in die Welt der Technik und der Metall- und Elektroindustrie zu erhalten.

TechnoBus besucht Jelgava
TechnoBus besucht Jelgava© Botschaftsarchiv

Am 05. September 2015 wurde der „TechnoBus“, der von der deutschen Botschaft und dem Auswärtigen Amt finanziell unterstützt wird, von Botschafter Schütte in Jelgava eingeweiht. Am 17.08.2016 wurde nunmehr ebenfalls in Jelgava Bilanz gezogen und im Rahmen einer Präsentation veranschaulicht, was im vergangenen Jahr erreicht wurde und wie die Pläne für die Zukunft aussehen. Bei dem „TechnoBus“ handelt es sich um einen speziell ausgestatteten Bus, der es Schülern ermöglichen soll, durch technische Experimente und Vorführungen einen Einblick in die Welt der Technik und der Metall- und Elektroindustrie zu erhalten. So soll das Interesse der Jugendlichen für eine Berufsausbildung in diesem Industriezweig geweckt werden. Seit September 2015 hat der „TechnoBus“ bereits 102 Schulen in Lettland besucht und damit über 8800 Schüler erreicht. Er stieß dabei auf sehr positive Resonanz, weshalb das Projekt für das kommende Jahr weiter ausgebaut werden soll. Die nächsten Routen des „TechnoBus“ sind bereits festgelegt, bald werden die Regionen Latgale und Vidzeme angesteuert. Das gute Beispiel macht zudem grenzübergreifend Schule: in Zukunft sollen auch in Litauen zwei „TechnoBusse“ rollen.

Die deutsche Unterstützung für den „TechnoBus“ ist Teil der Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung des Außenministers Edgars Rinkēvičs und des damaligen Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier vom 17. April 2015. Darin hatten Lettland und Deutschland ihre Absicht zur weiteren Verstärkung der bilateralen Beziehungen insbesondere im Bereich der Medien, Kultur und Bildung festgehalten. Eines der konkreten Ziele der gemeinsamen Erklärung ist die Förderung von dualer Berufsbildung.

Eröffnung "TechnoBuss" (Video)


Darunter auch:

Ständige Vertreterin Manja Kliese und Vertreter der Assoziation der LGBT und deren Freunde MOZAIKA Kaspars Zālītis unterschreiben den Kooperationsvertrag.
Ständige Vertreterin Manja Kliese und Vertreter der Assoziation der LGBT und deren Freunde MOZAIKA Kaspars Zālītis unterschreiben den Kooperationsvertrag.© Deutsche Botschaft Riga

Die lettische Nichtregierungsorganisation Assoziation der LGBT und deren Freunde MOZAIKA setzt sich auf vielfältige Art für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Queere (LGBTQ) ein. Mit dem Projekt „Strengthening the movement – educate, involve, support“ soll durch konkrete Maßnahmen die LGBTQ-Community in Lettland gestärkt und die gesellschaftliche Inklusion gefördert werden. Geplant sind nicht nur Bildungsaktivitäten, wie z.B. Workshops und Vorträge mit den Lektoren von Mozaika zu unterschiedlichen Themen der LGBTQ-Community, sondern auch die Veröffentlichung von zwei Büchern, die sich jeweils mit den Geschichten von Jugendlichen und mit der Geschichte der LGBTQ-Community in Lettland befassen werden.

Das Auswärtige Amt finanziert dieses Projekt von Mozaika vollständig und übernimmt damit bereits zum wiederholten Mal eine Projektfinanzierung im Bereich Menschenrechte in Lettland. Der Menschenrechtsschutz und die Menschenrechte gehören zu den Kernaufgaben der deutschen Außenpolitik.

Botschafter Schütte begrüßt die Teilnehmer der Tagung
Botschafter Schütte begrüßt die Teilnehmer der Tagung© Deutsche Botschaft Riga

Welchen Stellenwert hat die Deutsche Sprache in den Ostseeanrainerstaaten heute? Welche Zukunftsperspektiven hat das Fach Deutsch als Fremdsprache an Schulen und die Germanistik an den Universitäten in diesen Staaten? Dies waren einige der Leitfragen, die die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der IV. Konferenz der Germanisten und Deutschlehrer der Ostsee-Anrainerstaaten am 21. und 22. April 2017 in Riga gemeinsam erörtert haben.

In seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung unterstrich Botschafter Rolf Schütte, dass der Deutschunterricht den Schülerinnen und Schülern nicht nur bessere berufliche Perspektiven im In- und Ausland eröffnet, sondern auch den geistigen Horizont erweitert und Austausch und Verständigung ermöglicht. Einen ganz besonderen Dank richtete er an die Organisatorinnen der Konferenz,  Prof. Dr. Ilze Kangro (Universität Lettlands) und Marita Gareis (Universität Uppsala).

Den ersten Plenarvortrag der Konferenz hielt der Präsident der Lettischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. habil. Ojars Sparitis zu dem Thema „Zeugnisse der Reformations- und Konfessionalisierungszeit in den Artefakten der livländischen Kunst“.

Im Rahmen des ersten Konferenztags fand auch eine interaktive Podiumsdiskussion „Meine Erfolgsgeschichte durch Deutsch“ statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ganz unterschiedliche berufliche Hintergründe (Wirtschaft, Feuerwehr, Bildungswesen und öffentliche Verwaltung) vorzuweisen hatten, haben über ihre eigenen Erfahrungen und ihre Motivation Deutsch zu lernen berichtet. Unter den Teilnehmern war auch eine lettische Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft, Frau Sabine Nortone.

Feierlichen Abschluss des ersten Konferenztags bildete der Empfang in der Residenz des Deutschen Botschafters in Riga. Dort hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus Lettland, Belarus, Schweden, Estland, Russland Litauen, Polen und Deutschland für die Teilnahme an der Konferenz angereist waren, die Gelegenheit, einander besser kennenzulernen, neue Kontakte zu knüpfen und sich miteinander auszutauschen. 

Am zweiten Tag wurde in insgesamt vier Arbeitsgruppen intensiv über Literatur und Kultur, Methodik und Didaktik des Faches Deutsch als Fremdsprache, sowie auch über Zukunftsperspektiven des Fachs Germanistik im Ostseeraum und Deutsch als Wirtschafts- und Wissenschaftssprache diskutiert.

Die Plenarvorträge und Ergebnisse der Arbeitsgruppen sollen in einem Konferenzband veröffentlicht werden. Die nächste Konferenz soll voraussichtlich in drei Jahren in Kaunas, Litauen, stattfinden.

Die erste Konferenz der Germanisten und Deutschlehrer der Ostseeanrainerländer fand in Magdeburg (2010), die zweite – in Uppsala (2012), die dritte – in Tartu (2014) statt. Die wichtigsten Beiträge wurden im jeweiligen Konferenzband veröffentlicht. Die Konferenz wurde in Zusammenarbeit der Universität Lettlands, der Universität Uppsala, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Deutsche Auslandsgesellschaft und des Deutschlehrerverbands Lettlands veranstaltet und von der Deutschen Botschaft Riga finanziell gefördert.

nach oben