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FAQs – Häufig gestellte Fragen in Bezug auf Covid-19 in Lettland

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28.05.2020 - Artikel

Stand: 03.06.2020, 10:00 Uhr


1. Wie stellt sich die Lage in Lettland derzeit dar?

In Lettland gibt es derzeit 1079 nachgewiesene Covid-19 Fälle (Stand 03.06. 10:00 Ortszeit). 11 Personen befinden sich im Krankenhaus, bei 3 Personen besteht ein schwerer Verlauf, 24 Personen sind verstorben. Am 02.03. wurde der erste Covid-19 Fall in Lettland diagnostiziert. Seitdem kam es zu mehreren importierten Fällen, überwiegend aus Italien aber auch aus anderen stärker betroffenen Staaten. Seit 12.03. gibt es Fälle lokaler Übertragung, seit 25.03. gibt es Fälle, deren Ursprung nicht mehr nachvollzogen werden kann.

2. Wo kann ich mich informieren?

Die Deutsche Botschaft Riga veröffentlicht relevante Informationen zur aktuellen Lage vor allem über ihre Social Media Kanäle (Facebook und Instagram) sowie über die Internetseite.

Bitte verfolgen Sie auch die aktuellen Informationen auf den Webseiten der lettischen offiziellen Stellen (vor allem Ministerkabinett für Text der Notstandsverordnung, Gesundheitsministerium, Zentrum für Seuchenkontrolle und -Prävention). Die Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Botschaft Riga sind vor Ort und arbeiten normal weiter und sind über die üblichen Kontaktwege (E-Mail, Telefon, Fax, Post) erreichbar.

Aktuelle englischsprachige Informationen offizieller lettischer Stellen finden Sie hier:

Lettisches Ministerkabinett

Lettisches Gesundheitsministerium

Lettisches Zentrum für Seuchenkontrolle und -Prävention

Weitere Informationen des Auswärtigen Amtes, insbesondere, ob eine Reise noch angetreten werden kann oder wie die Einreisebestimmungen in Deutschland bei Rückreise sind, finden Sie hier.

Das Bundesministerium des Inneren hat englischsprachige Informationen u.a. zur Einreise nach Deutschland veröffentlicht. Mehr

3.  Welche Reisemöglichkeiten bestehen nach Deutschland?

Flugverbindungen bestehen derzeit von Riga nach Frankfurt, München, Berlin und Hamburg sowie ab 09.06. nach Düsseldorf.  Bitte beachten Sie, dass für die Einreise abhängig von den konkreten Umständen weiterhin bestimmte Beschränkungen gelten und informieren Sie sich über die geltenden Einreisebestimmungen hier.

Bund und Länder haben am 14. Mai 2020 beschlossen, dass eine Quarantänepflicht nur noch nach Einreise aus einem „Drittstaat“ bestehen soll. Hierbei geht es um Einreisen aus einem Staat außerhalb der Europäischen Union, einem Schengen-assoziierten Staat und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland (sogenannte Drittstaaten). Nach dem Beschluss soll die Quarantänepflicht nicht gelten, wenn für einen solchen Drittstaat positiv festgestellt wurde, dass das dortige Infektionsgeschehen so moderat ist, dass nicht pauschal von einer Ansteckungsgefahr des Einzelnen ausgegangen werden kann. Für Einreisende aus der EU, dem Schengen-Raum oder Großbritannien kann eine Quarantäne angezeigt sein, wenn der betreffende Staat eine Zahl an Neuinfektionen in Höhe von 50 pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen aufweist. Entsprechende Feststellungen werden durch das Robert Koch-Institut veröffentlicht.

Um eine möglichst einheitliche Umsetzung in den Ländern zu erreichen, hat der Bund den Ländern eine Muster-Verordnung zur Verfügung gestellt. Zwischen einzelnen Bundesländern kann es Abweichungen in der Umsetzung geben, insbesondere in Bezug auf Ausnahmen von der Quarantänepflicht. Bei Fragen zu der für Sie geltenden Quarantäneregelung wenden Sie sich daher bitte an das Sie betreffende Bundesland. Maßgeblich ist hierfür der Ort der Einreise oder Unterbringung. Für die jeweiligen Verordnungen sind in der Regel die Gesundheitsministerien oder -senatsverwaltungen zuständig.


Auf Grund von Beschränkungen in anderen europäischen Staaten, muss damit gerechnet werden, dass eine Ein- oder Ausreise über den Landweg erschwert sein wird.

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Informationen können nur die zuständigen Behörden der jeweiligen Länder erteilen. Bitte beachten Sie, dass sich die Lage dynamisch entwickelt und sich schnell ändern kann.

Allgemeine Situation in Bezug auf die Einreise in die Europäische Union sowie das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz:

Der internationale Reiseverkehr wird immer weiter eingeschränkt, die Entwicklung erfolgt schnell und dynamisch. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union und der assoziierten Staaten haben am 17.03. auf Empfehlung der EU-Kommission beschlossen, zur Eindämmung von Covid-19 einen Einreisestopp für alle nicht notwendigen Reisen aus Drittstaaten in die Europäische Union sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz zu verhängen. Diese Einreisebeschränkungen in den Schengen-Bereich wird Deutschland – wie auch andere europäische Staaten – zunächst bis zum 15. Juni 2020 weiter anwenden.

 Ausdrücklich ausgenommen vom Einreisestopp sind:

• An ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort zurückkehrende EU-Bürger (eingeschlossen Staatsangehörige des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland) und Staatsangehörige von Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz sowie ihre Familienangehörigen;

• an ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort zurückkehrende Drittstaatsangehörige mit langfristigem Aufenthaltstitel (einschließlich nationaler Visa);

• Drittstaatsangehörige mit wichtigen Funktionen, darunter fallen laut Beschluss:

- Gesundheitspersonal und -forscher, Pflegeberufe,

- Grenzgänger, Transportpersonal im Warenverkehr und anderen notwendigen Bereichen (z.B. Flugzeugbesatzungen),

- Diplomaten, Mitarbeiter internationaler Organisationen, militärisches Personal, humanitäre Helfer soweit in Ausübung ihrer Funktion,

- Transitpassagiere (auch solche, die durch konsularische Hilfe ins Heimatland zurückgeführt werden),

- Passagiere, die aufgrund zwingender familiärer Gründe reisen,

- Personen, die internationalen Schutz benötigen, oder aus anderen humanitären Gründen.

Angesichts der sehr stark reduzierten internationalen Flugverbindungen und teilweise oder vollständig geschlossenen Flughäfen wird die Einreise möglicherweise aber mit erheblichen praktischen Schwierigkeiten verbunden sein.


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